Die Situation:
In einem Briloner Kalkwerk wird in einem 200t-Silo Kalk zwischengelagert und anschließend in Silofahrzeuge verladen. Probleme bei der exakten Auslastung der LKW gehören zur Tagesordnung – oft sind die LKWs zu gering oder überladen. Die dadurch entstehenden zusätzlichen LKW-Ladezeiten kosteten viel Zeit und Geld.
Die Lösung:
Die MTS-Ingenieure entschieden sich für eine Gewichtsmessung mit daisy-Sensoren. Der Einsatz von daisy-Sensoren bietet mehrere Vorteile:![]()
1. es ist eine berührungslose Gewichtsmessung, d.h. der Sensor kommt nicht mit dem zu verladenen Material in Kontakt – sicher ein Vorteil bei Futtermittelkalk!
2. diese Sensoren können nachträglich an die Stützkonstruktion der Silos angebracht werden,
3. und es ist eine preisgünstige Lösung, da die Installation auch im laufenden Betrieb erfolgen kann und keine umfangreichen baulichen Veränderungen erfordert.
Im Falle des Briloner Kalkwerkes wurden die daisy-Sensoren auf die
Doppel-T-Träger im unteren Bereich der Stützkonstruktion mit 4 Schrauben angeschraubt und mit einer Schutzkappe versehen. Die Sensoren erfassen geringste Längenänderungen der Träger, die aufgrund der Dehnung oder Stauchung durch den Füllstand im Silo hervorgerufen werden. Das Signal der daisy-DMS-Sensoren wird vom Messverstärker erfasst und in ein lineares Gewichtssignal umgewandelt und angezeigt.
Zum Einsatz kam
hier der Wägemessverstärker MV1000, der von MTS speziell für Siloverwiegungen mit daisy-Sensoren optimiert wurde. Der MV1000 verfügt über eine Brutto-/Netto-Umschaltung und eine einfache Bedienung, die nur minimale Gerätekenntnisse erfordert und mit der Eingabe nur eines Korrekturfaktors eine Justage ermöglicht.
Das Ergebnis:
In dem Kalkwerk wird jetzt bei der Verladung eine Genauigkeit von +/- 200kg bei 25t Gesamtverladung erreicht – das entspricht einer Genauigkeit von 0,8%!
Die zeitaufwendigen zusätzlichen Nach- oder Abladungen gehören seit der Ausrüstung mit daisy-Sensoren der Vergangenheit an.
28.02.10 Stefan Harbecke
